Steigerungsläufe auf Höchsttempo
Vier Läufe über 30 Meter bei 90 bis 95 Prozent. Kurz, aber der wichtigste Schutzreiz der Woche für die hintere Oberschenkelmuskulatur.
In einfachen Worten
Du läufst viermal etwa dreißig Meter fast so schnell, wie du kannst – nicht ganz maximal, sondern mit einem kleinen Rest Reserve, sodass es locker aussieht. Dazwischen gehst du zwei bis drei Minuten. Das ist in wenigen Minuten erledigt und fühlt sich nach viel zu wenig an, um überhaupt zu zählen. Es ist trotzdem der Block, den du am wenigsten streichen solltest: In einer Auswertung über sechsunddreißig Mannschaftssaisons trat keine einzige Hamstringverletzung im Spiel auf, wenn die Spieler in der Woche davor einmal über fünfundneunzig Prozent ihrer Höchstgeschwindigkeit gelaufen waren. Ein Muskel, der im Training nie schnell arbeitet, ist beim ersten Sprint im Spiel ungeschützt. Mehr ist hier ausdrücklich nicht besser – wer siebenmal pro Woche fast maximal läuft, hat am Ende weniger Kraft hinten am Oberschenkel als jemand mit ein bis zwei Läufen.
Richtig gemacht heißt: Der Lauf fühlt sich leicht und locker an, Schultern und Hände sind entspannt. Wenn du das Gesicht verziehst und die Fäuste ballst, läufst du maximal statt bei fünfundneunzig Prozent – dann lieber einen Lauf weniger.
Erst aufbauen
Etwa fünfzig Meter freie, ebene Strecke auf Rasen. Zehn Meter zum Hineinsteigern, dreißig Meter schnell, der Rest zum Auslaufen.
4 Läufe über 30 m bei 90 bis 95 Prozent, dazwischen 2 bis 3 Minuten gehen.
Deine Stufe
Stufe 2 · StandardVier Läufe über dreißig Meter bei neunzig bis fünfundneunzig Prozent, mit zehn Metern Einsteigern davor. Locker im Gesicht, schnell in den Beinen.
4 Läufe über 30 m, dazwischen 2 bis 3 Minuten gehen – etwa 12 Minuten.
Im Training kannst du nach jeder Übung "zu leicht" oder "zu schwer" tippen – dann wechselt die Stufe, und hier steht eine andere Anleitung.
So geht's
Schritt 1 von 4
Einsteigern
Über die ersten zehn Meter allmählich auf Tempo kommen.
Darauf kommt es an
- Steigere über die ersten zehn Meter hinein, starte nicht explosiv
- Schultern locker lassen, der Lauf soll leicht aussehen
- Zwischen den Läufen wirklich gehen – die Pause ist Teil des Reizes