Übungen
ATHLETIK22 MinutenKein Equipment

Bergaufsprints

Sechs bis zehn Sprints an einer leichten Steigung. Der gelenkschonendste Weg, an der Antrittskraft zu arbeiten – besonders bei anfälligen Oberschenkelrückseiten.

In einfachen Worten

Du suchst dir eine Steigung, die spürbar, aber nicht steil ist – etwa fünf bis zehn Prozent, also das, was man beim Radfahren gerade noch im Sitzen hochkommt – und sprintest daran zwanzig bis vierzig Meter hoch. Die Steigung erledigt zwei Dinge von selbst: Sie zwingt dich in die nach vorn geneigte Haltung, die ein guter Antritt sowieso braucht, und sie bremst dich, sodass du nie das gefährlich hohe Endtempo eines Sprints in der Ebene erreichst. Genau deshalb ist das die sicherste Form von Antrittstraining, wenn deine Oberschenkelrückseite anfällig ist: Die Belastung auf die Hamstrings ist geringer als beim flachen Sprint. Zurück gehst du immer, nie joggend, und lässt drei Minuten verstreichen, bevor der nächste Sprint kommt. Das ist die Stelle, an der die meisten die Übung kaputt machen: Bergauf geht dir schnell die Puste aus, und wer dann mit halber Pause weitermacht, macht daraus eine Konditionseinheit mit müden Beinen. Sechs bis zehn wirklich schnelle Antritte sind die ganze Einheit – mehr ist nicht besser, nur länger.

Richtig gemacht heißt: Der sechste Sprint fühlt sich noch fast so kraftvoll an wie der erste und du kommst ungefähr gleich weit in derselben Zeit. Wird es von Sprint zu Sprint deutlich zäher, war die Pause zu kurz oder die Steigung zu steil gewählt.

Erst aufbauen

Eine gleichmäßige Steigung von etwa 5 bis 10 Prozent über mindestens 40 Meter – ein Deichweg, eine Parkböschung, eine Stadiontribünenauffahrt. Der Untergrund sollte griffig sein, nasses Gras auf Gefälle rutscht. Oben brauchst du ein paar Meter zum Austraben.

6 bis 10 Sprints über 20 bis 40 Meter bei 5 bis 10 Prozent Steigung, dazwischen 3 Minuten Pause, gehend zurück.

Deine Stufe

Stufe 2 · Standard

Steigung von etwa acht bis zehn Prozent, Strecke dreißig bis vierzig Meter, jeder Sprint maximal. Bei knapp neun Prozent Steigung verlierst du rund dreizehn Prozent Geschwindigkeit gegenüber der Ebene – das ist der Bereich, der sich bei den meisten zuverlässig bewährt.

8 Sprints über 30 bis 40 m, dazwischen 3 Minuten gehend zurück.

Im Training kannst du nach jeder Übung "zu leicht" oder "zu schwer" tippen – dann wechselt die Stufe, und hier steht eine andere Anleitung.

So geht's

Schritt 1 von 4

1

Steigung wählen

Etwa 5 bis 10 Prozent. Zur Einordnung: 5,2 Prozent kosten rund 8 Prozent Geschwindigkeit, 8,8 Prozent rund 13 Prozent, 17,6 Prozent schon rund 25 Prozent. Unter 10 Prozent wirkt die Steigung bei verschiedenen Athleten am zuverlässigsten.

Darauf kommt es an

  • Drück den Hang mit jedem Schritt nach hinten unten weg
  • Schieb die Brust flach den Berg hinauf, als würdest du unter einer niedrigen Schranke durchlaufen
  • Treib die Ellbogen kräftig nach hinten, als würdest du zwei Türen hinter dir zuschlagen