Übungen
ATHLETIK26 MinutenHütchen

Fliegender Sprint

Anlauf über 20 Meter, danach 20 Meter echtes Höchsttempo. Die einzige Belastung, bei der die hintere Oberschenkelmuskulatur bei nahezu maximaler Länge maximale Kraft erzeugt.

In einfachen Worten

Fliegender Sprint heißt: Auf der eigentlichen Messstrecke bist du beim Start schon in voller Fahrt. Über die ersten zwanzig Meter steigerst du dich nur hinein, ab dem zweiten Hütchen läufst du dann so schnell, wie du in deinem Leben laufen kannst – und zwar locker, nicht verbissen. Das ist die einzige Situation im Training, in der die Muskeln an der Rückseite deiner Oberschenkel bei fast voller Länge maximal arbeiten müssen. Genau deshalb ist die Übung so wertvoll und genau deshalb auch heikel. Zwischen den Läufen gehst du drei bis vier Minuten herum und tust scheinbar nichts; du wirst das Gefühl haben, viel zu wenig gemacht zu haben. Sieben wirklich schnelle Läufe sind hier die ganze Einheit – der neunte wäre schon langsamer und damit nur noch Risiko.

Richtig gemacht heißt: Der fliegende Abschnitt fühlt sich leicht an, Gesicht, Schultern und Hände bleiben locker. Presst du die Fäuste und ziehst die Schultern hoch, läufst du gegen dich selbst und wirst dabei langsamer statt schneller.

Erst aufbauen

Drei Hütchen bei 0, 20 und 40 Metern, dahinter mindestens 20 Meter zum Ausrollen. Insgesamt also 60 Meter gerade Strecke.

6 bis 7 fliegende Sprints über 20 Meter, dazwischen volle 4 Minuten Pause – zusammen etwa 26 Minuten. Einmal pro Woche.

Deine Stufe

Stufe 2 · Standard

Zwanzig Meter Anlauf als gleichmäßige Steigerung, dann zwanzig Meter Höchsttempo, danach über zwanzig Meter ausrollen lassen.

7 fliegende Sprints über 20 m, dazwischen volle 4 Minuten Pause – zusammen 140 Meter Höchsttempo und etwa 26 Minuten.

Im Training kannst du nach jeder Übung "zu leicht" oder "zu schwer" tippen – dann wechselt die Stufe, und hier steht eine andere Anleitung.

So geht's

Schritt 1 von 4

1

Anlaufen

Von 0 bis 20 Meter progressiv beschleunigen – nicht maximal starten.

Darauf kommt es an

  • Der Anlauf ist eine Steigerung, kein Maximalstart
  • Schultern, Nacken und Kiefer locker lassen
  • Ab der achten Wiederholung wird es gefährlich statt besser