Sprungkraft und Sprint-Aktivierung
Kontrastmethode: fünf Weitsprünge aus dem Stand, direkt gefolgt von einem Antritt über 15 Meter.
In einfachen Worten
Du springst fünfmal hintereinander mit beiden Beinen so weit du kannst nach vorn und rennst sofort danach fünfzehn Meter voll los. Das Prinzip dahinter heißt Kontrastmethode: Die Sprünge wecken die Muskeln auf, und der Sprint unmittelbar danach nutzt diese Wachheit aus – deshalb darf zwischen dem letzten Sprung und dem Antritt keine Pause liegen. Achte mehr auf die Landung als auf die Weite: Du fängst sie mit gebeugten Knien weich ab und stehst kurz still, bevor der nächste Sprung kommt. Zwischen den Serien wartest du dann volle drei Minuten, obwohl du längst wieder könntest. Sprünge belasten Sehnen und Knie stärker, als es sich im Moment anfühlt; das lange Warten ist hier kein Nachlassen, sondern Teil der Übung.
Richtig gemacht heißt: Deine Landungen sind leise – du hörst eher ein Sacken als ein Klatschen. Klatscht es, oder kippen die Knie beim Aufkommen nach innen, mach weniger Sprünge und geh tiefer in die Landung.
Erst aufbauen
Etwa 20 Meter freie Strecke auf Rasen. Harter Untergrund ist für Sprünge ungeeignet.
6 Serien, dazwischen jeweils 3 Minuten vollständige Pause – zusammen etwa 18 Minuten.
Deine Stufe
Stufe 1 · Weniger SprüngeDrei Weitsprünge statt fünf, danach ein Antritt über zehn Meter. Nach jeder Landung bleibst du zwei Sekunden ruhig stehen, bevor der nächste Sprung kommt.
5 Serien à 3 Sprünge plus 10-m-Antritt, dazwischen 3 Minuten vollständige Pause – etwa 15 Minuten.
Im Training kannst du nach jeder Übung "zu leicht" oder "zu schwer" tippen – dann wechselt die Stufe, und hier steht eine andere Anleitung.
So geht's
Schritt 1 von 4
Landetechnik prüfen
Zuerst drei Probesprünge: leise landen, zwei Sekunden stabil stehen.
Darauf kommt es an
- Landung leise und federnd absorbieren – Landetechnik vor Sprunghöhe
- Nach dem letzten Sprung sofort in den Sprint übergehen
- Armarbeit aggressiv, Oberkörper in den ersten Metern vorgeneigt